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  • AutorenbildWilma Hartenfels

Das Geheimnis wirksamer Regenerativer Transformation – Das DNA Wheel



Schon seit längerem frage ich mich, warum so viele Initiativen im Bereich der regenerativen Transformation nicht richtig fliegen. Woran liegt es, dass manche Menschen viel Zeit investieren, um große Ideen in die Welt bringen und dann feststellen, dass ihnen keiner folgt?

Im Laufe der letzten 3 Jahre bekam ich im Rahmen meiner integralen Entwicklungsausbildung vom IMU, während der Regenerative Leadership Journey von Laura Storm und bei der Lektüre einiger Bücher (z.B. New Work needs Inner Work) eine Idee davon, was eine Erklärung dafür sein könnte. Die Initiatoren der wunderbare Bewegung 'Inner Development Goals (IDGs)' beschreiben es so:

"Im Jahr 2015 wurde mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) ein umfassender Plan für eine nachhaltige Welt bis 2030 vorgelegt. Die 17 Ziele decken ein breites Spektrum an Themen ab, die Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen, Werten und Überzeugungen betreffen. Es gibt eine Vision von dem, was geschehen muss, aber die Fortschritte auf dem Weg zu dieser Vision waren bisher enttäuschend. Es fehlt uns an der inneren Fähigkeit, mit unserer zunehmend komplexen Umwelt und den Herausforderungen umzugehen. Glücklicherweise zeigt die moderne Forschung, dass die inneren Fähigkeiten, die wir jetzt alle brauchen, entwickelt werden können. Dies war der Ausgangspunkt für die Initiative "Inner Development Goals"."

Überträgt man das auf Unternehmen als wichtigen Teil einer regenerativen Transformation, dann braucht es zunächst als Basis die Entwicklung der inneren Dimensionen, wie z.B. des Mindsets, bevor Initiativen im Außen überhaupt langfristig landen und wirksam werden können.

Für eine Einschätzung dieser inneren und äußeren Dimensionen ist das DNA Wheel von Laura Storm ein hilfreiches Tool. Das DNA Wheel besteht aus 3 Kernbereichen und 17 Unterkategorien:

  • Living Systems Being: Wie viel Wert legst Du mit Deinem Team darauf, die Geschwindigkeit zu reduzieren, innezuhalten und neuen Ideen und Inspirationen spielerisch Raum zu geben?

  • Living Systems Culture: Wie divers, authentisch und resistent ist Dein Team aufgebaut und welchem größeren Purpose habt Ihr Euch verschrieben?

  • Living Systems Design: Wie stark finden die Prinzipien der Natur Einzug in Eure Produkte und Prozesse wie z.B. durch Zirkularität, regenerative Materialien und von der Natur inspirierte Formen Einzug.


Klingt recht komplex, aber eigentlich ist es ganz einfach. So gehst Du vor:

  • Starte am besten in Deinem Team. Passe die Wörter im DNA Wheel ggfs. etwas an, damit es anschlussfähig ist (nicht jeder wird sich unter 'Dance' etwas vorstellen können). In Laura's Buch gibt es noch mehr Detailinfos für Dich.

  • Führe das DNA Wheel kurz ein und erkläre die verschiedenen Bereiche. Lege fest, worauf sich das Assessment beziehen soll, auf die Team- oder auf die organisationale Ebene.

  • Bitte Deinen Kolleg:innen eine intuitive, individuelle Einschätzung vorzunehmen.

  • Legt dann alle individuellen Einschätzungen nebeneinander und geht in die Diskussion

    • Was wird im Team ähnlich gesehen?

    • Wo gibt es Unterschiede? Warum?

    • In welchen Bereichen ist der größte Schmerz und was ist ein erster kleiner Schritt, diesen zu lösen?

Ich verspreche Dir, dass die Analyse mit dem DNA Wheel nicht nur bei der Transformation in Richtung Nachhaltigkeit/Regeneration helfen wird, sondern auch zu mehr Zufriedenheit, Zusammenhalt, Authentizität und Leidenschaft im Team unabhängig vom Thema der Nachhaltigkeit verhilft.

Twin-Tipp: Diejenigen, die sich mit Ken Wilber's integralem Ansatz, dem AQAL Modell, auskennen, werden sehen, dass die Bereiche Innen/Individuell, Innen/Kollektiv und Außen/Kollektiv sich mit Living Systems Being, -Culture und -Design verbinden lassen. Das IMU Augsburg hat kürzlich sogar eine Integrale Landkarte zum Thema Regeneratives Wirtschaften herausgebracht, mit der Organisationen ebenfalls ganzheitlich auf das Thema Regeneration schauen können, um Transformation anzustoßen.

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