Innovationskompetenz: Warum Innovation kein Ziel, sondern ein Zustand ist
- Anne Koch

- vor 17 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Innovation ist in aller Munde – doch was bedeutet es eigentlich, innovativ zu sein? In unserer aktuellen Podcastfolge sprechen wir mit Jan Schmirmund, Innovationsbegleiter, Future Thinker und Berater im Kontext Regeneration, darüber, warum Innovationskompetenz weit mehr ist als Methodenwissen. Es geht um Haltung, Mut und die Bereitschaft, die richtigen Fragen zu stellen – gerade im Kontext einer regenerativen Wirtschaft.
Highlights der Folge
Innovation ist kein Ziel, sondern ein Zustand.
Die richtige Frage ist oft wichtiger als die schnelle Lösung.
Innovationskompetenz beginnt mit Neugier und Mut zum Experiment.
Scheitern ist kein Rückschritt, sondern ein Schritt nach vorne.
Regeneration braucht radikales Neudenken – nicht nur Optimierung des Bestehenden.
Worum geht es im Interview?
Jan beschreibt Innovation nicht primär als Methodenkoffer, sondern als innere Haltung. Natürlich sind Design Thinking und Co hilfreiche Werkzeuge. Doch ohne Neugier, Offenheit und den Mut, Unsicherheit auszuhalten, bleiben sie wirkungslos.
Besonders spannend ist der Perspektivwechsel im Kontext von Regeneration: Statt Bestehendes nur effizienter oder „weniger schlecht“ zu machen, geht es darum, grundlegend neu zu denken. Nicht: Wie reduzieren wir CO₂? Sondern: Wie gestalten wir Produkte und Systeme so, dass sie positiv auf ökologische und soziale Systeme wirken?
Innovation entsteht laut Jan genau dort, wo Dinge zusammenkommen, die vermeintlich nicht zusammengehören. Wenn wir systemisch denken und gleichzeitig iterativ vorgehen. Wenn wir bereit sind, Annahmen zu überprüfen – und auch zu verwerfen. Wenn wir erkennen, dass das eigentliche Problem oft ein anderes ist als das, mit dem wir gestartet sind.
Konkrete Übungen aus der Folge
Ja-aber vs. Ja-und: Nehmt eine Idee und spielt sie bewusst mit „Ja, aber …“ durch. Anschließend wiederholt ihr das Ganze mit „Ja, und …“. Ihr werdet sofort spüren, wie unterschiedlich sich Denk- und Lösungsräume öffnen oder schließen.
Mit den Händen denken: Nutzt Lego, Alltagsgegenstände oder das, was gerade auf dem Tisch liegt, um eure Idee physisch darzustellen. Durch das Bauen entstehen neue Perspektiven und überraschende Erkenntnisse. Wenn nichts da ist, tanzt eure Idee ;o)
Den Zufall einladen: Begebt euch bewusst in neue Kontexte. Sprecht mit Menschen außerhalb eurer Bubble. Macht einen Spaziergang, hört auf Geräusche oder verbindet euer Problem mit einem völlig anderen Fachgebiet. Innovation entsteht oft aus unerwarteten Verbindungen.
Alltagsgegenstände neu denken: Nehmt einen beliebigen Alltagsgegenstand, z.B. eine Kaffeetasse, und sammelt in drei Minuten so viele alternative Nutzungsmöglichkeiten wie möglich. Diese Übung trainiert euer divergierendes Denken und hilft, gewohnte Bedeutungszuschreibungen zu hinterfragen.
Innovation ist kein Workshop-Event, das man „mal eben“ durchführt. Sie ist eine kontinuierliche Praxis. Ein Zustand, den wir kultivieren sollten – individuell wie organisational. Gerade für eine regenerative Zukunft brauchen wir diese Kompetenz mehr denn je.
Lust auf mehr? Hört hier rein in unsere aktuelle Folge auf Spotify und Apple Podcasts.
Wir freuen uns auf Euer Feedback! Hinterlasst uns gerne eine positive Bewertung oder schickt uns Anregungen zu neuen Themen und Verbesserungsvorschläge per E-Mail an mail@twins-for-change.com.

.png)



Kommentare