top of page

Sensing-Kompetenz: Innere Führung als Future Skill

  • Autorenbild: Anne Koch
    Anne Koch
  • 8. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

In einer Welt, die immer komplexer, schneller und unübersichtlicher wird, reichen rein rationale Analysen oft nicht mehr aus. Wir brauchen neue Formen der Wahrnehmung, um gute Entscheidungen zu treffen – für uns selbst, für Organisationen und für eine regenerative Zukunft.

In dieser Podcast-Folge sprechen wir mit Alexander Eckardt, dem "Mentor für Wirkmächtigkeit", über eine Kompetenz, die in vielen Future-Skills-Frameworks bisher kaum auftaucht: Sensing-Kompetenz – oder auch innere Führung.


Sensing bedeutet, in Kontakt zu kommen mit dem, was in uns wahrnehmbar ist: mit Gedanken, Körperempfindungen, Gefühlen, Intuition, Inspiration und innerer Stimmigkeit. Es geht nicht darum, den Verstand auszuschalten. Vielmehr bekommt der Verstand eine neue Rolle: Er wird zum Moderator verschiedener innerer Wahrnehmungen.

 

Highlights der Folge

  • Warum rationale Entscheidungen in komplexen Situationen oft nicht ausreichen

  • Was Sensing-Kompetenz mit innerer Stimmigkeit zu tun hat

  • Weshalb Intuition nur ein Teil dieser Kompetenz ist

  • Wie Sensing in persönlichen und unternehmerischen Entscheidungen helfen kann

  • Warum Beziehung, Resonanz und Präsenz zentrale Voraussetzungen für regenerative Entwicklung sind

  • Wie Organisationen Räume schaffen können, in denen Menschen sich ganz zeigen dürfen

 

Worum geht es in der Folge?

Alexander erzählt sehr persönlich, wie er seine Entscheidung getroffen hat, das öffentliche Bildungssystem zu verlassen. Für ihn war dieser Schritt weder rein rational noch ein spontanes Bauchgefühl. Vielmehr war es ein längerer Prozess, in dem verschiedene innere Stimmen zusammenkamen – bis eine klare Stimmigkeit spürbar wurde.

 

Diese Stimmigkeit ist ein zentraler Begriff der Folge. Denn Sensing beschreibt die Fähigkeit, wahrzunehmen, was im Inneren und im Raum gerade wirklich da ist – und daraus handlungsfähig zu werden. Es geht um Präsenz, Wahrnehmung und die Verbindung zwischen Kopf, Herz, Körper und Absicht.

 

Besonders spannend wird es, wenn Alexander den Bogen in den unternehmerischen Kontext schlägt. In Meetings, Strategieprozessen oder Transformationsräumen geht es oft darum, Argumente auszutauschen. Doch echte Resonanz entsteht erst dann, wenn Menschen nicht nur diskutieren, sondern auch wahrnehmen: Was bewegt mich? Was nehme ich im Raum wahr? Was braucht es jetzt wirklich?

 

Für regenerative Entwicklung ist genau das entscheidend. Denn Regeneration bedeutet mehr als nachhaltigere Lösungen zu entwickeln. Es bedeutet, wieder in Beziehung zu treten – mit uns selbst, mit anderen Menschen und mit dem System, in dem wir leben und wirtschaften.

 

Konkrete Übungen aus dem Interview

  • Sensing beim Einkaufen: Bevor Ihr einkaufen geht, nehmt Euch eine klare Absicht vor, zum Beispiel: „Ich möchte heute Produkte kaufen, die mir guttun.“ Nehmt dann im Laden einzelne Produkte bewusst in die Hand und anstatt euch die Nährwerte anzusehen, spürt in Euch hinein und schaut, wie Euer Körper darauf reagiert.

  • Kurzer Achtsamkeits-Check am Schreibtisch: Stellt Euch regelmäßig einen Timer, der Euch bei der Arbeit kurz unterbricht. Haltet inne und fragt Euch: Wie bin ich gerade da? Was spüre ich im Körper? Welche Gedanken oder Gefühle sind gerade präsent?

  • Die Steve-Jobs-Frage: Alexander nennt als Inspiration die Frage - inspiriert von Steve Jobs: Wenn heute mein letzter Tag wäre, würde ich das, was heute vor mir liegt, wirklich tun wollen? Wenn die Antwort wiederholt Nein lautet bzw. keine Stimmigkeit gespürt wird, kann das ein Hinweis sein, etwas zu verändern.

 

Lust auf mehr? Hört hier rein in unsere aktuelle Folge auf Spotify und Apple Podcasts.

Wir freuen uns auf Euer Feedback! Hinterlasst uns gerne eine positive Bewertung oder schickt uns Anregungen zu neuen Themen und Verbesserungsvorschläge per E-Mail an mail@twins-for-change.com.




 
 
 

Kommentare


bottom of page